{"id":1375,"date":"2016-04-13T18:22:58","date_gmt":"2016-04-13T18:22:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stiftstams.at\/?page_id=1375"},"modified":"2021-02-15T06:22:22","modified_gmt":"2021-02-15T06:22:22","slug":"instrumente","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stiftstams.at\/?page_id=1375","title":{"rendered":"Stamser Orgelschatz"},"content":{"rendered":"<h2>Die Orgeln<\/h2>\n<p>Die Stiftskirche Stams verf\u00fcgt \u00fcber insgesamt drei Orgeln: die barocke Orgel im Chorgest\u00fchl, die Hauptorgel auf der Westempore und die Orgel der Heiligblutkapelle. Die Gottesdienste im Winterhalbjahr (Advent bis Ostern) finden \u00fcberwiegend in der Heiligblutkapelle statt, im Sommerhalbjahr in der Stiftsbasilika. In Vesper und Komplet erklingt zur Begleitung des Gesangs die Chororgel, in den Sonntagsgottesdiensten in der Regel die Hauptorgel.<\/p>\n<h3>Rieger-Hauptorgel (2015)<\/h3>\n<div><em><strong>Erbauer<\/strong><\/em> Rieger Orgelbau GmbH, Schwarzach, Vorarlberg<\/div>\n<div><em><strong>Instrument<\/strong><\/em> 43-registrige dreimanualige Schleifladenorgel mit Pedal,\u00a0Registerz\u00fcgen, Setzeranlage und freistehendem Spieltisch<\/div>\n<div>\n<p><em><strong>Standort<\/strong><\/em> Empore<\/p>\n<\/div>\n<h3>J\u00e4ger-Chororgel (1757, restauriert von Alois Linder 2015\/16)<\/h3>\n<div><em><strong>Erbauer<\/strong><\/em> Andreas J\u00e4ger, F\u00fcssen, Bayern<\/div>\n<div><em><strong>Instrument<\/strong><\/em> 12-registrige einmanualige Schleifladenorgel mit Pedal,\u00a0Registerz\u00fcgen, seitlicher Spielanlage<\/div>\n<div>\n<p><em><strong>Standort<\/strong><\/em> Chorraum<\/p>\n<\/div>\n<h3>Greil-Orgel in der Heilig-Blut-Kapelle (1771, restauriert von Alois Linder 2015)<\/h3>\n<div><em><strong>Erbauer<\/strong><\/em> Franz Greil, Imst, Tirol<\/div>\n<div><em><strong>Instrument<\/strong><\/em> 11-registrige einmanualige Schleifladenorgel mit Pedal,\u00a0Registerz\u00fcgen, Spielnische zentral in der Prospektfront<\/div>\n<div>\n<p><em><strong>Standort<\/strong><\/em> Empore oberhalb des Altarraums der Heilig-Blut-Kapelle<\/p>\n<\/div>\n<h3>F\u00fchrer-Truhenorgel (2011)<\/h3>\n<div><em><strong>Erbauer<\/strong> <\/em>M\u00fcnchner Orgelbaufirma Johannes F\u00fchrer, M\u00fcnchen<\/div>\n<div><em><strong>Instrument<\/strong><\/em> 3-registrige einmanualige Truhen-Schleifladenorgel mit\u00a0geteilten Registern (Schieber)<\/div>\n<div><em><strong>Standort<\/strong><\/em> Kirchenschiff der Stiftsbasilika<\/div>\n<div>\n<hr \/>\n<\/div>\n<h2>Die Rieger-Orgel 2015<\/h2>\n<p>1577 erbaute Anton Neuknecht eine Orgel in der Stiftsbasilika Stams; das Instrument musste bereits 1607 einem Neubau von Daniel Hayl weichen, der in der Stiftsbasilika neben der Hauptorgel auch eine Chororgel erbaute.<\/p>\n<p>1773 &#8211; zum 500j\u00e4hrigen Gr\u00fcndungsjubil\u00e4um &#8211; erhielt die Stiftskirche eine neue Hauptorgel von Johann Feyrstein aus Kaufbeuren; 1781 erg\u00e4nzten zwei Gehilfen von ihm das Instrument um ein Br\u00fcstungspositiv und einige zus\u00e4tzliche Pedalregister.<\/p>\n<p>Im 19. Jahrhundert arbeitete Franz Weber aus Oberperfuss mehrmals an der Stiftsorgel.<\/p>\n<p>1931 erfolgte von Alois Fuetsch an der Feyrstein-Orgel ein einschneidender Umbau mit Pneumatisierung des barocken Instruments.<\/p>\n<p>2015 baute Rieger Orgelbau GmbH aus Schwarzach in Vorarlberg eine neue dreimanualige Orgel mit Pedal in das historische Geh\u00e4use mit insgesamt 43 Registern und Setzeranlage. Der Neubau orientiert sich klanglich an der sp\u00e4tbarocken Anlage und verf\u00fcgt au\u00dferdem \u00fcber fr\u00fchromantische Register und\u00a0schwellbares Oberwerk.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3403\" src=\"http:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orgelschatz_Stift_Stams-89.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orgelschatz_Stift_Stams-89.jpg 1200w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orgelschatz_Stift_Stams-89-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orgelschatz_Stift_Stams-89-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orgelschatz_Stift_Stams-89-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orgelschatz_Stift_Stams-89-740x493.jpg 740w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orgelschatz_Stift_Stams-89-400x266.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Die Chororgel<\/h2>\n<p><strong>Andreas J\u00e4ger 1757; rest. Alois Linder 2016<\/strong><\/p>\n<p>Andreas J\u00e4ger, seit 1733 als Orgelbauer in F\u00fcssen (Bayern) nachweisbar, baute 1757 eine 12registrige einmanualige Schleifladenorgel mit Pedal f\u00fcr den Chorraum der Stiftsbasilika und stellte das Instrument sehr harmonisch vor dem beeindruckenden evangelienseitigen Chorgest\u00fchl auf.<\/p>\n<p>Die Spielanlage befindet sich an der Schmalseite der Orgel mit Blick des Organisten zum Hochaltar; die kompakt gebaute Windlade verl\u00e4uft parallel zu den Klaviaturen, die Subbass 16\u2018-Pfeifen sind teils mehrfach gekr\u00f6pft. Wegen ihrer kompakten Bauweise ist die Chororgel schwer zug\u00e4nglich. Das Geh\u00e4use ist aufwendig furniert, die Geh\u00e4useseite rechts von der Spielanlage mit ihrem Pfeifenprospekt kann durch einen zweiteiligen T\u00fcrfl\u00fcgel aus Nadelholz ge\u00f6ffnet bzw. geschlossen werden.<\/p>\n<p>J\u00e4gers Instrumente waren qualitativ hochwertig und verf\u00fcgten stets \u00fcber einen reich besetzten Principalchor. Die fast unver\u00e4ndert erhaltene Chororgel geh\u00f6rt zu den bekanntesten Denkmalorgeln \u00d6sterreichs und besitzt einen hervorragenden, vielfarbigen Klang.<\/p>\n<p>Die Reparaturarbeiten beschr\u00e4nkten sich grunds\u00e4tzlich auf die \u00fcblichen Instandhaltungsarbeiten. Am Instrument selbst dokumentiert ist lediglich eine Reparatur von 1853 von Johann Strobl aus M\u00fcnster (Tirol).<br \/>\nUrspr\u00fcnglich befand sich die Windanlage au\u00dferhalb der Kirche. Magazinbalg und Gebl\u00e4se wurden nach 1945 neu gebaut und in den 1970er Jahren unter die Chortrib\u00fcne verlegt.<\/p>\n<p>2015\/16 wurde die Orgel von Alois Linder aus Nu\u00dfdorf am Inn restauriert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3433\" src=\"http:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Chororgel-Stift-Stams-20200814_100548.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"1200\" srcset=\"https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Chororgel-Stift-Stams-20200814_100548.jpg 1600w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Chororgel-Stift-Stams-20200814_100548-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Chororgel-Stift-Stams-20200814_100548-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Chororgel-Stift-Stams-20200814_100548-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Chororgel-Stift-Stams-20200814_100548-1536x1152.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Die Orgel der Heiligblutkapelle<\/h2>\n<p><strong>Franz Greil 1771; rest. Alois Linder 2015<\/strong><\/p>\n<p>1771 erbaute \u201eSchreiner\u201c Franz Greil aus Imst, geboren in Oetz im \u00d6tztal, eine 11-registrige einmanualige Orgel mit Pedal f\u00fcr das Stift Stams und stellte sie &#8211; kaum sichtbar f\u00fcr die Besucher &#8211; auf der Empore links \u00fcber dem Kuppelraum vor dem Altar der Heilig-Blut-Kapelle auf. Das Instrument besa\u00df keine eigene Windversorgung, sondern wurde an die B\u00e4lge der Hauptorgel der Stiftsbasilika angeschlossen, welche sich\u00a0direkt hinter der Bretterwand der Greil-Orgel befanden.<\/p>\n<p>1836 erfolgte eine Bestandsaufnahme durch den Innsbrucker Orgelbauer Johann Georg Gr\u00f6ber; 1867 und 1882 arbeitete Orgelbauer Franz Weber aus Oberperfuss am Instrument, erneuerte die Manualklaviatur, baute das Pedalwerk um und erweiterte es um einen Octavbass 8\u2018.<\/p>\n<p>Durch den Neubau der Fuetsch-Hauptorgel im Jahre 1931 verlor die Greil-Orgel ihre Windversorgung und wurde unspielbar, in den darauf folgenden Jahrzehnten wurde das Instrument ausgepl\u00fcndert und wandelte sich zu einer Ruine. Kurz vor der Restaurierung fehlten u. a. fast alle Metallpfeifen, viele Holzpfeifen sowie die Manualklaviatur.<\/p>\n<p>2015 restaurierte Orgelbauer Linder aus Nussdorf am Inn das Instrument auf den Originalzustand von 1771 zur\u00fcck und rekonstruierte dabei auch die urspr\u00fcngliche Pedalwindlade. Zur Windversorgung erbaute Linder direkt hinter der Greil-Orgel zwei neue vierf\u00e4ltige Keilb\u00e4lge, bet\u00e4tigbar auch ohne Elektromotor, nach dem Vorbild von Wenns im Pitztal (Fuchs-Orgel, 1779).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3404\" src=\"http:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jaegerorgel_Stift_Stams-94.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jaegerorgel_Stift_Stams-94.jpg 1200w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jaegerorgel_Stift_Stams-94-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jaegerorgel_Stift_Stams-94-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jaegerorgel_Stift_Stams-94-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jaegerorgel_Stift_Stams-94-740x493.jpg 740w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Jaegerorgel_Stift_Stams-94-400x266.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Kurzinfo \u2013 F\u00fchrer-Truhenorgel<\/h2>\n<p>2011 baute die Firma M\u00fcnchner Orgelbau Johannes F\u00fchrer f\u00fcr die Stiftsbasilika ein fahrbares Truhenpositiv.<br \/>\nDas Instrument verf\u00fcgt \u00fcber drei Register mit jeweils 53 Pfeifen pro Register, welche in Bass und Diskant geteilt sind (Teilung: h0\/c1).<\/p>\n<p>Die Tastatur kann um einen Halbton nach links verschoben werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Dispositionen.pdf\">Dispositionen der Orgeln (PDF)<\/a><\/strong>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Orgeln Die Stiftskirche Stams verf\u00fcgt \u00fcber insgesamt drei Orgeln: die barocke Orgel im Chorgest\u00fchl, die Hauptorgel auf der Westempore und die Orgel der Heiligblutkapelle. 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