{"id":3949,"date":"2022-05-05T10:37:15","date_gmt":"2022-05-05T10:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftstams.at\/?page_id=3949"},"modified":"2022-05-05T10:37:15","modified_gmt":"2022-05-05T10:37:15","slug":"reliquie-zum-heiligen-blut-christi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stiftstams.at\/?page_id=3949","title":{"rendered":"Reliquie zum Heiligen Blut Christi"},"content":{"rendered":"<h2>Heiligblut-Reliquie<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3942 alignright\" src=\"http:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Stift-Stams-Reliquie_Seite_1_Bild_0001-516x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"695\" srcset=\"https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Stift-Stams-Reliquie_Seite_1_Bild_0001-516x1024.jpg 516w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Stift-Stams-Reliquie_Seite_1_Bild_0001-151x300.jpg 151w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Stift-Stams-Reliquie_Seite_1_Bild_0001.jpg 625w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/>Durch den Erwerb der kostbaren Heiligblutreliquie unter dem vierten Abt Konrad Walder aus F\u00fcssen Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Stift Stams zu einer vielbesuchten Wallfahrtsst\u00e4tte. Der Ruf des Klosters war so hervorragend, dass ihm Kaiser Karl IV. sogar die deutschen Reichskleinodien und Reichsreliquien zur Aufbewahrung \u00fcbergab. Zwischen 1348 und 1350 wurde das Stift Stams H\u00fcterin des Reichsschatzes.<\/p>\n<p>Zu der im Mittelalter begonnenen Wallfahrt zur Heiligblutreliquie kam im Barock au\u00dferdem die Verehrung des Gnadenbildes Maria vom Guten Rat (Madonna von Genazzano) dazu. Das Gnadenbild wurde unter Abt Rogerius Sailer 1757 angeschafft. Zur Aufnahme der Heiligblutreliquie errichtete Abt Konrad Walder den ersten Kapellenbau, der 1306 geweiht wurde. 1625 erfolgte der teilweise Abbruch dieser nach Ritter Oswald Milser (\u2020 um 1395 in Stift Stams) benannten Kapelle.<\/p>\n<h3>Heiligblut-Kapelle<\/h3>\n<p>Um 1300 schenkte der Adelige Rupert Milser \u201ef\u00fcr sein Seelenheil\u201c dem Kloster mehrere G\u00fcter und stiftete als Begr\u00e4bnisst\u00e4tte f\u00fcr sich und seine Nachfahren eine Kapelle, die an die Stiftskirche angebaut und zur Ehre des Hl. Altarsakraments 1306 geweiht wurde. Um diese Zeit kam auch die Reliquie vom kostbaren Blut, Erde aus dem heiligen Land mit dem Blut Christi befeuchtet, nach Stams und wurde in dieser Ka\u00adpelle sehr verehrt, geriet sp\u00e4ter aber in Vergessenheit.<\/p>\n<p>Beim Ordnen von Urkunden entdeckte P. Wolfgang Lebersorg das \u201eMirakelbuch\u201c mit einem Hinweis auf diese Reliquie, die schlie\u00dflich wie\u00ad der gefunden und 1630 nach einer \u201e\u00fcberaus feierlichen Prozession\u201c in der \u201eBlutskapelle\u201c eingesetzt wurde. Abt Thomas Lugga f\u00f6rderte ihre Verehrung. Anstelle der al\u00adten Kapelle wurde nach Pl\u00e4nen von Georg Anton Gumpp von 1715\u00ad17 ein Neubau erstellt mit zweijochigem kreuz\u00ad gratgew\u00f6lbtem Langhaus, \u00f6stlich m\u00fcndend in einen an\u00ad schlie\u00dfenden erh\u00f6hten Kuppelraum, der 1716\/17 von Mathias Pussj\u00e4ger aus Meran ausgemalt wurde. Seit 1718 gibt es die \u201eBruderschaft zum Hl. Blut\u201c. Im Mai 1757 er\u00ad hielt die Kapelle eine weitere (Ber\u00fchrungs\u00ad) Reliquie: eine Kopie des Gnadenbildes \u201eMaria, Mutter vom Guten Rat\u201c vom Wallfahrtsort Genazzano bei Rom. Die im selben Jahr gegr\u00fcndete Marienbruderschaft z\u00e4hlte bis zu 8.000 ein\u00ad geschriebene Mitglieder und machte die Hl. Blutkapelle zu einer vielbesuchten doppelten Wallfahrt. Von Stams gingen dann viele weitere Kopien des Bildes in zahlreiche Kl\u00f6ster, Kirchen und Kapellen in Nord\u00ad und S\u00fcdtirol sowie der Innerschweiz.<\/p>\n<p>1800\/01 erfolgte eine Neuausmalung der Kapelle durch Joseph Sch\u00f6pf aus Telfs, einem der bedeutendsten Freskomaler am \u00dcbergang vom Sp\u00e4tbarock zum Klassizismus. Das Deckenfresko zeigt die \u201eAnbetung des Lammes\u201c und die \u201eEvangelisten\u201c, das Kuppelfresko \u201eGottvater entsendet Christus zu den V\u00e4tern des Alten Bundes\u201c, in den Zwickeln \u201eEngel mit Leidenswerkzeugen\u201c. Das Altarbild \u201eKreuzigung Christi\u201c stammt von Matthias Pussj\u00e4ger, die Altarfiguren Hl. Josef, Hl. Zacharias und Hl. Johannes d. T\u00e4ufer schuf der aus Fendels stammende Bildschnitzer Andreas K\u00f6lle. Die Orgel in der Heiligblut\u00ad Kapelle stammt aus dem Jahr 1771 und wurde von Franz Greil gebaut. Die Kapelle wurde zuletzt 2015 renoviert. Heute dient die Heiligblutkapelle zur Feier der Eucharistie sowie von Taufen, Hochzeiten und Andachten.<\/p>\n<p><em>Quelle: Michael Forcher, Stift Stams, 2016<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Stift-Stams-Reliquie.pdf\">Infofolder Stift Stams Reliquie (PDF)<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heiligblut-Reliquie Durch den Erwerb der kostbaren Heiligblutreliquie unter dem vierten Abt Konrad Walder aus F\u00fcssen Anfang des 14. Jahrhunderts wurde Stift Stams zu einer vielbesuchten Wallfahrtsst\u00e4tte. 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