{"id":868,"date":"2013-07-25T12:40:31","date_gmt":"2013-07-25T12:40:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stiftstams.at\/?page_id=868"},"modified":"2020-04-21T08:13:30","modified_gmt":"2020-04-21T08:13:30","slug":"ikonenausstellung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stiftstams.at\/?page_id=868","title":{"rendered":"Ikonenausstellung"},"content":{"rendered":"<a href=\"http:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Ikonenausstellung.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-870\" title=\"Ikonenausstellung\" src=\"http:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Ikonenausstellung.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Ikonenausstellung.jpg 960w, https:\/\/www.stiftstams.at\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Ikonenausstellung-300x109.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ikonen sind Kultus- und Heiligenbilder und geh\u00f6ren ganz wesentlich zum Glauben der Ostchristen. Die meist auf Holz gemalten Bilder haben f\u00fcr die Spiritualit\u00e4t der orthodoxen Kirchen des byzantinischen Ritus eine sehr gro\u00dfe Bedeutung. Seit dem zweiten Konzil von Nikaia (787 n.Chr.) ist f\u00fcr die Ikonentheologie entscheidend, dass in jedem dieser Bilder die dargestellte Person geheimnisvoll gegenw\u00e4rtig wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Motive\u2013 Jesus Christus, die Gottesmutter Maria, Apostel und Heilige und biblische Szenen \u2013 und f\u00fcr die Formate hat sich im mittelalterlichen Byzanz, aber auch in Griechenland, in Russland und in anderen L\u00e4ndern des Ostens ein komplexer Bilderkanon entwickelt. Dieser dient als Malvorlage, die \u201eIkonenschreiber\u201c, wie die K\u00fcnstler genannt werden, bleiben im Hintergrund. Nicht selten begleiten Fasten und Gebet ihre Arbeit. Besonders vielf\u00e4ltig in Form und Inhalt sind die Marien-Ikonen. Sie alle aber weisen direkt oder indirekt auf das Geheimnis der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus hin, sind Zeichen der kommenden Passion Jesu und der Mitpassion Mariens.<\/p>\n<p>Ikonen sind nicht nur Zeugnisse einer ganz besonderen Tradition der Kunst; sie haben einen gleichsam sakramentalen Charakter, sie wollen verehrt und vor ihnen soll gebetet werden. \u2013 So bietet auch dieser Raum keine rein museale Ausstellung, sondern Gelegenheit zum Innehalten, zur Begegnung mit einem kunstvollen Evangelium in Farben.<\/p>\n<p><strong>Univ.-Prof. DDr. Ekkart Sauser<\/strong>, geb. am 14. April 1933 in Innsbruck ist ein katholischer Priester und Kirchenhistoriker an den Universit\u00e4ten Innsbruck und Trier. Er forscht und lehrt seit den 1960er Jahren \u00fcber die Ikonentheologie der Ostkirchen. Er sammelt Ikonen als Dienst an der \u00d6kumene, stellt sie aus, pr\u00e4sentiert sie in Kirchen und Kapellen, Kl\u00f6stern und Bibliotheken in Deutschland und \u00d6sterreich, tr\u00e4gt sie zu den Menschen, die sich f\u00fcr die Glaubenswelt der Ostkirchen interessieren. Im Jahr 2006 schenkte Prof. Sauser seine Sammlung dem Land Tirol. Im November 2019 ist Prof. Sauser verstorben.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ikonen sind Kultus- und Heiligenbilder und geh\u00f6ren ganz wesentlich zum Glauben der Ostchristen. Die meist auf Holz gemalten Bilder haben f\u00fcr die Spiritualit\u00e4t der orthodoxen Kirchen des byzantinischen Ritus eine sehr gro\u00dfe Bedeutung. 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