{"id":2605,"date":"2018-12-05T08:25:59","date_gmt":"2018-12-05T08:25:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stiftstams.at\/?p=2605"},"modified":"2018-12-06T15:41:03","modified_gmt":"2018-12-06T15:41:03","slug":"aus-der-wueste-erging-das-wort-bereitet-dem-herrn-den-weg-lk-31-f","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftstams.at\/?p=2605","title":{"rendered":"Aus der W\u00fcste erging das Wort &#8222;Bereitet dem Herrn den Weg&#8220; (Lk 3,1 f)"},"content":{"rendered":"Still werden und die Stille im Schweigen aushalten \u2013 das f\u00e4llt vielen von uns im Alltag schwer. Besonders in der Hektik der vorweihnachtlichen Zeit kommen bei vielen von uns noch weitere Termine und Aufgaben hinzu. So zum Beispiel am Arbeitsplatz. Da ist vor den Feiertagen noch mehr zu erledigen als gew\u00f6hnlich, um danach ein paar Tage ausspannen zu k\u00f6nnen. Dann die Weihnachtsfeier mit Freunden oder Kolleginnen, das Besorgen von Geschenken oder der allj\u00e4hrliche Besuch auf dem Christkindelmarkt. Nat\u00fcrlich ist Gott auch in hektischen Zeiten an unserer Seite. Aber wie k\u00f6nnen wir ihn h\u00f6ren, wenn doch seine Stimme zart und leise ist?<\/p>\n<p>Im schweigenden Zuh\u00f6ren k\u00f6nnen wir den Weg in die Stille finden und eintauchen wie in einen ruhigen Fluss. Dort kann es dann passieren, dass uns Gott in uns Selbst begegnet. Aus eigener Erfahrung darf ich sagen, dass sich Gott auch so mitteilen kann. Aus uns selbst bricht dann etwas Ungeahntes und v\u00f6llig Ungeplantes hervor, das sich ganz langsam und auf nat\u00fcrliche weise entwickelt.<\/p>\n<p>\u201eBereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Stra\u00dfen!\u201c <strong>(Lk 3,1 f)<\/strong> Diese Worte aus dem Buch der Reden des Propheten Jesaja erf\u00fcllen sich mit dem Wirken Johannes des T\u00e4ufers. Das Wort Gottes erging aus der Stille der W\u00fcste an Johannes. Auch wir k\u00f6nnen heute dem Herrn immer wieder von neuem den Weg bereiten und damit unseren Weg sehen, finden oder korrigieren.<\/p>\n<p>Gott weist uns den Weg, er ermutigt uns und f\u00fchrt uns zu Mitmenschen aus denen er zu uns spricht. Denn Jesus ist nicht nur in uns selbst sondern in jedem Gegen\u00fcber dem wir begegnen. In diesen Begegnungen mit dem N\u00e4chsten k\u00f6nnen wir hinh\u00f6ren und manchmal auch erkennen, was er von uns will.<\/p>\n<p>Bereiten wir uns also in bewusst gew\u00e4hlter Stille auf die Ankunft Jesu vor. Entdecken wir auch in diesem Advent die Vorfreude auf die einstr\u00f6mende Liebe durch die Menschwerdung Gottes in Gestalt des Sohnes in der Krippe. Freuen wir uns schon jetzt innerlich darauf, wenn wir am Heiligen Abend im Lukasevangelium h\u00f6ren: \u201eHeute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.\u201c <strong>(Lk 2,1 f)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jesus ist der Retter und Erl\u00f6ser der uns Heilung schenkt und Heil bringt. In der Heilsbotschaft Jesu werden wir vor Gott vollkommen angenommen \u2013 als ganze Menschen und in voller W\u00fcrde.<\/p>\n<p>Auch heute k\u00f6nnen wir dem Herrn t\u00e4glich aufs Neue die Wege ebnen \u2013durch die N\u00e4chstenliebe. Mit ihr k\u00f6nnen wir anderen Gutes tun und durch die Barmherzigkeit Heilung schenken. \u00d6ffnen wir unsere Ohren hinein in die Stille und hin zu unseren Familienangeh\u00f6rigen, Freunden, Kollegen und Nachbarn. Denn Jesus kommt jeden Tag in unsere Mitte und geht mit uns bis zum Abend in die Stille der Nacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frater Lukas, OCist","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Still werden und die Stille im Schweigen aushalten \u2013 das f\u00e4llt vielen von uns im Alltag schwer. Besonders in der Hektik der vorweihnachtlichen Zeit kommen bei vielen von uns noch weitere Termine und Aufgaben hinzu. So zum Beispiel am Arbeitsplatz. 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