Wem dienen?

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„Niemand kann zwei Herren dienen.“ (Mt 6,24)
Welchem Herrn soll der Priester dienen? In unserer Zeit und Gesellschaft kommt der Gottesdienst in eine zunehmend größere Spannung zwischen Auftrag Jesu und Verlangen der Menschen. Viele sagen: kürzer, moderner, anders, … Die einen basteln 33 m lange Palmstangen, die anderen bringen statt der Bibel moderne Literatur als Wort Gottes, ein Pfarrgemeinderat will statt dem Hochgebet die Kinder zu Wort kommen lassen … Die Priester haben als Vorsteher der Liturgie den Auftrag Jesu zu vollziehen. Agieren sie nicht nach dem Willen des Volkes, dann gibt es Anklagen, Bedrängnisse, Verruf. Eine Kritik Jesu richtet sich nicht nur gegen die Obrigkeit von damals (vgl. Mt 23), sie gilt auch der heutigen Gesellschaft. Das Gold des Tempels in Jerusalem ist nicht nur das edle Metall, sondern bedeutet auch jedes gefällige Menschenwerk.

 

Hannes Binder, Priester der Diözese Innsbruck