Den Glauben bewahren

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Wenn ein Haus zur Ruine wird, kann es nur noch abgerissen und ein neues Haus gebaut werden. Wenn ein Baum abgestorben ist, muss er gefällt und ein neuer Baum an seiner Stelle gepflanzt werden. In unserer Gesellschaft beobachten wir ein Absterben des Glaubens, in dessen Folge ein anderer Glaube aufblüht. Selbst wenn er sich in vielen äußeren Zeichen dem alten ähnlich ist, er ist nicht mehr der vorher gehende Glaube.

Will man aber den Glauben vor dem Absterben bewahren, bedarf es einer Pflege gleich der Pflege von Bäumen oder der Renovierung von Gebäuden. Wie ein absterbender Baum beschnitten wird, damit er neue Triebe hervor bringt, so muss der Glaube so weit „beschnitten werden“, dass er wieder neu zu treiben und blühen beginnt. D.h. wie beim Baum das Augenmerk zuerst auf die gesunden Teile zu lenken gilt, so beim Glauben auf lebendige Spiritualität und heile Beziehung, um danach das Glaubensgut nach und nach neu zu erwerben.

 

Hannes Binder, Priester der Diözese Innsbruck